Über Mich

Mein Name ist Delia Dätwyler, und Pferde begleiten mich seit meiner Kindheit wie treue Gefährten. Was damals als kindliche Faszination begann, hat sich zu einer tiefen Leidenschaft entwickelt, die mein Leben bis heute prägt.

Mit etwa elf Jahren begann ich zu reiten – zuerst einige Monate auf Großpferden. Durch einen Zufall kam ich danach zu den Islandpferden; ich wusste damals nicht einmal, dass es sie überhaupt gibt. Doch schon nach der ersten Reitstunde war klar: Diesem Wesen bleibe ich treu.

Mit vierzehn Jahren wollte ich mehr Verantwortung übernehmen. Ich wuchs an den Aufgaben, lernte intensiv und erhielt mein erstes Pflegepferd. Bald folgten erste Turniererfahrungen, die mich prägten und meinen Ehrgeiz stärkten.

In der Schule hatte ich grosse Schwierigkeiten. Aufgrund meiner Legasthenie und Dyskalkulie fühlte ich mich oft unsicher und kämpfte damit, überhaupt mithalten zu können.
Doch das Reiten half mir, meine linke und rechte Gehirnhälfte besser zu verknüpfen – und plötzlich wurde auch das Lernen leichter. Ich fand mehr Ruhe, Struktur und Vertrauen in mich selbst. Schritt für Schritt wurde ich sicherer und schulisch stärker. Diese Erfahrung zeigte mir, wie tief Pferde auf uns Menschen wirken können.

Mit sechzehn bekam ich mein erstes eigenes Islandpferd, Pokki frá Eystra-Fróðholti. Durch ihn lernte ich, dass es – genau wie bei uns Menschen – unterschiedliche Typen von Pferden gibt. Die einen blühen auf, wenn sie im Rampenlicht stehen, sind für Turniere gemacht und lieben es, zu zeigen, was in ihnen steckt.
Und dann gibt es jene, für die Wettkämpfe puren Stress bedeuten. So war es auch bei Pokki.

Er zeigte mir auf eine klare Weise, dass nicht jedes Pferd für den Turniersport geschaffen ist. Diese Erkenntnis führte zu einer schweren, aber richtigen Entscheidung: Ich gab ihn in die besten Hände weiter, wo er seinen eigenen, passenden Weg gehen konnte.

Nach meiner Ausbildung zur Coiffeuse bekam ich die Möglichkeit, auf dem Reithof Neckertal meine Smahildur frá Ketilsstöðum – meine Black Beauty – zu kaufen. Mit ihr begann meine kleine Pferdewelt zu wachsen. Ich besuchte vermehrt Turniere, Reitstunden und Kurse, unter anderem bei Sandra Scherrer und später bei Oli Amble. Schon bald spürte ich: Ich möchte mehr. Ich möchte Pferdefachfrau werden und mein Hobby zum Beruf machen.

2019 schloss ich die Ausbildung zur Pferdefachfrau EFZ auf dem Reithof Neckertal ab.

Doch das Leben führte mich weiter – auch durch schwere Zeiten. Im Jahr 2018 verlor ich meinen Vater völlig unerwartet. Dieser Schicksalsschlag veränderte vieles in mir. Nach der Ausbildung zog es mich deshalb zurück nach Hause, wo ich meinen eigenen Hairsalon eröffnete. Die ersten zwei Jahre genoss ich die Selbstständigkeit – und doch fehlte mir die Arbeit mit den Pferden immer mehr. So kam ihm 2021 mein zweites Pferd dazu Spoí vom Neckertal mein ganz besonderer Schönling.

2023 zeigten sich dann aber leider die ersten Burnout-Symptome. Wie viele Menschen ignorierte ich die Signale lange, bis im Dezember der Zusammenbruch kam. Ich musste meinen Salon organisieren und mich für längere Zeit krankschreiben lassen. Anfang 2024 widmete ich mich ganz der Therapie, um aus der Depression und dem Burnout herauszufinden.

Als der Vertrauensarzt im Juni – nach einem einmaligen Besuch – meinte, ich sei wieder vollständig arbeitsfähig, hörte ich tief in mich hinein und entschied, nicht in meinen Salon zurückzukehren. Ich folgte meinem Gefühl, meinen Bedürfnissen und den Worten meines Burnout-Coaches: Ich brauchte Zeit und Abstand.

Erst im Juli hatte ich die Kraft, zu reisen. Diese Reise wurde zum Wendepunkt. Ich erkannte, wie sehr ich die Arbeit mit den Pferden vermisste – und wie wenig mich der Beruf als Coiffeuse noch nährte. Also begann ich wieder einzelne Reitstunden zu geben. Nach einigen Monaten nach meinem zusammenbruch fing ich an über meine Psychische Gesundheit zu reden und schnell wurde mir bewusst, wie viele Menschen ähnliche Schicksale tragen wie ich. Und wie sehr ich ihnen helfen konnte – gerade weil ich diese Wege selbst gegangen bin.

Darum entschied ich mich für die Ausbildung zur holistischen Burnout-Coachin, die ich erfolgreich abschloss kurz bevor ich nach Island ging. 

Island 2025

Nach meinem Abschluss zog es mich erneut dorthin, wo mein Herz seit jeher hinwollte: zu den Pferden – dieses Mal nach Island.
Von Oktober bis Dezember 2025 durfte ich drei Monate bei Gangmyllan verbringen und von Oli Amble und Elin Holst lernen. Diese Zeit hat meine Reitkunst, meinen Blick für das Pferd und meine Verbindung zu diesen besonderen Tieren noch einmal tief verändert.
Sie hat mir gezeigt, wie fein die Kommunikation zwischen Pferd und Mensch sein kann – und wie heilend.

Mein eigener Stall

Mit all diesen Lebenserfahrungen – den schönen und den schweren – entstand etwas ganz Neues: mein eigener Stall, mein Herzensort.
Ein Ort, an dem Pferde, Menschen und persönliche Geschichten zusammenfinden dürfen.
Ein Ort, an dem ich alles verbinden kann:
meine Liebe zu Pferden, meine Fachkenntnisse, meine Lebensgeschichte und meine Arbeit als Burnout-Coachin.

Bei mir sollen sich sowohl Menschen als auch Pferde gesehen, respektiert und getragen fühlen. Ich gestalte jeden Unterricht und jedes Coaching individuell, denn jeder Mensch und jedes Tier bringt eine eigene Geschichte mit.

Für Kinder schaffe ich liebevolle Angebote, die den Kleinsten einen Einblick in die Welt der Pferde ermöglichen – und Raum bieten, Kindergeburtstage auf besondere Weise zu zelebrieren.

Jetzt beginnt für mich ein neues Kapitel.
Eines, das sich richtig anfühlt.
Eines, das heilt, stärkt und verbindet.

Ich freue mich darauf, Sie, Ihre Pferde und vielleicht auch Ihren persönlichen Weg begleiten zu dürfen – und gemeinsam Momente zu schaffen, die berühren und stärken.

Geschrieben mit viel Liebe und Dankbarkeit

Delia